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Website für Physiotherapie in Achern: was zählt

Gerade beginnen die Monate, in denen Praxen voller werden: Erkältungszeit, Rückenschmerzen vom Laubrechen, die ersten Stürze auf nassem Pflaster, und viele Leute wollen ihre Verordnung noch vor Jahresende einlösen. Das war für mich der Anlass, in meiner Werkstatt ein Konzept-Beispiel für eine Physiotherapie-Praxis zu bauen und aufzuschreiben, was ich dabei entschieden habe.

Die „Praxis Bewegungsraum“ ist ein erfundener Betrieb. Name, Angaben, Team und Zeiten sind ausgedacht, die Fotos lizenzfrei. Das Beispiel zeigt, wie eine solche Seite aufgebaut sein kann, wenn man sie vom Patienten her denkt. Sie können es hier ansehen. Der Screenshot unten zeigt den ersten Eindruck.

Erster Eindruck des Konzept-Beispiels „Praxis Bewegungsraum“, einer erfundenen Physiotherapie-Praxis

Wer eine Physiotherapie sucht, hat schon ein Rezept

Bei den meisten Handwerksbetrieben vergleicht der Kunde: drei Angebote, Bilder ansehen, Bauchgefühl. Bei einer Physiotherapie-Praxis ist das anders. Die Entscheidung, dass behandelt wird, hat schon die Ärztin oder der Arzt getroffen. Wer sucht, hält eine Verordnung in der Hand und hat drei Fragen im Kopf.

Erstens: Macht die Praxis das, was auf meinem Rezept steht? Krankengymnastik, Manuelle Therapie, Lymphdrainage, Krankengymnastik am Gerät. Zweitens: Kann ich zu Zeiten hin, die zu meiner Arbeit passen? Drittens: Wie bekomme ich einen Termin, ohne fünfmal anzurufen?

Eine Praxis-Website, die diese drei Fragen auf dem Handy in einer halben Minute beantwortet, hat ihre wichtigste Aufgabe erfüllt. Alles andere ist Zugabe.

Die richtige Reihenfolge schlägt die vollständige Liste

Viele Praxis-Seiten haben inhaltlich schon fast alles: Öffnungszeiten, Telefon, Adresse, eine Liste der Leistungen, ein Team mit vielen Fortbildungen. Das Problem ist dann nicht der Inhalt, sondern die Reihenfolge.

Ein typischer Fehler: Öffnungszeiten, Telefon, Fax, E-Mail und Adresse liegen in einer Karte übereinander. Das sind alles richtige Angaben, aber zusammen ergeben sie keine Aussage. Die Leistungen stehen als Stichworte mit einem „mehr Infos“-Knopf da, und das Team, also genau das, was eine Praxis von der nächsten unterscheidet, versteckt sich auf einer Unterseite, die man erst finden muss.

Im Beispiel steht oben deshalb, was die Praxis ist und wo sie ist, dazu ein Leitsatz und zwei Wege: anrufen oder Termin anfragen. Direkt darunter folgen wenige harte Fakten, die man ohne Lesen erfasst: die Öffnungszeiten, die Adresse, die Telefonnummer.

Leistungen so erklären, dass man sein Rezept wiedererkennt

Auf einer Verordnung stehen Abkürzungen. KG, MT, MLD, KGG. Wer nicht vom Fach ist, weiß oft nicht, ob „Manuelle Therapie“ auf der Website dasselbe ist wie „MT“ auf dem Zettel.

Deshalb bekommt im Beispiel jede der sechs wichtigsten Behandlungsformen eine eigene Karte mit einem kurzen Absatz: was dahintersteckt und wem es hilft. Die Texte sind so formuliert, dass man sie ohne Klick versteht, und die Abkürzung steht dort, wo sie auf dem Rezept stehen würde. Weitere Verfahren, die eine Praxis anbietet, gehören darunter in eine schlichte Liste, damit nichts verloren geht.

Eine bewusste Entscheidung: Wellness-Angebote gehören nicht nach vorne. Es kann sie geben, und im Beispiel stehen sie auch, aber nur in der Liste weiterer Angebote. Als Hauptmotiv würden sie von dem ablenken, weswegen die meisten Patienten kommen: einer Verordnung, die eingelöst werden will.

Abendtermine sind ein Argument, kein Kleingedrucktes

Bietet eine Praxis an vier Tagen in der Woche Termine bis in den Abend an, steht das auf vielen Seiten als Zeitangabe zwischen anderen Zeitangaben. Für jemanden, der in Achern oder Sasbach arbeitet und um 17 Uhr Feierabend hat, ist es aber der Grund, genau diese Praxis anzurufen und nicht eine andere.

Im Beispiel stehen die Öffnungszeiten deshalb als klare Tabelle, und daneben ein Satz, der den Vorteil ausspricht: Abendtermine bis 19 Uhr sind an vier Tagen die Woche möglich, gut, wenn die Behandlung nach der Arbeit liegen soll. Ich halte mich da an etwas, das ich oft sage: Nicht kommunizierte Leistung ist nicht erbrachte Leistung. Wer abends behandelt, sollte das nicht verstecken.

Bei den Kennzahlen gilt das Gegenteil: lieber weglassen als aufblasen. Werbeformeln wie „365 Tage im Jahr für Sie da“ passen selten zu den eigenen Öffnungszeiten, und eine Patientenzahl, die man nicht belegen kann, schadet mehr, als sie nützt. Im Beispiel stehen nur Angaben, die sich aus der Seite selbst ergeben: Gründungsjahr, Größe des Teams, Dauer einer Trainingseinheit, Sprechzeit am Tag.

Das Team ist das stärkste Vertrauensmerkmal

Bei einer Physiotherapie geht man mehrmals hin, oft sechs- oder zehnmal hintereinander, und lässt sich anfassen. Da will man vorher wissen, wer das ist. Im Beispiel hat das Team deshalb einen eigenen Abschnitt auf der Startseite: sieben Menschen, jeweils mit ihren Schwerpunkten und Qualifikationen. Bei einer echten Praxis gilt dafür eine feste Regel: Es steht nur drin, was die Kolleginnen und Kollegen selbst angeben. Nichts ergänzen, nichts schönreden.

Was es im Beispiel bewusst nicht gibt: erfundene Patientenstimmen und Sternebewertungen. Genau das sollte auch eine echte Praxis-Seite nicht tun. Ein Zitat, das niemand gesagt hat, ist im Gesundheitsbereich nicht nur schlechter Stil, sondern ein rechtliches Risiko. Bei Fotos gilt dasselbe in schwächerer Form: Ein Bild vom eigenen Trainingsraum, auch ein nicht perfektes, ist besser als ein generiertes Bild eines schöneren Behandlungsraums. Es wäre schneller gemacht, aber es wäre nicht Ihre Praxis.

Termin anfragen, ohne Gesundheitsdaten zu verschicken

Wer nicht anrufen will, braucht einen zweiten Weg, der nicht zum Datenschutzproblem wird. Im Beispiel gibt es überall anklickbare Telefonnummern, auf dem Handy eine feste Anrufleiste am unteren Rand und einen Link zur Anfahrt.

Das Formular ist im Beispiel nur als Ausblick gebaut und so gekennzeichnet. Bei einer Arztpraxis oder Physiotherapie ist das kein Detail: Was ein Patient in ein Formular schreibt, sind schnell Gesundheitsdaten, und die gehören nicht unverschlüsselt in ein normales Postfach. Ein echtes Formular sollte deshalb nur das Nötigste abfragen, also Name, Telefon und Wunschzeit, und darauf hinweisen, Diagnosen lieber am Telefon oder vor Ort zu besprechen. Im Beispiel steht der Hinweis „Bitte schicken Sie keine Gesundheitsdaten per E-Mail“ direkt beim Kontakt. Die Schriften liegen lokal, und es gibt keine Skripte von Dritten. Das ist bei einer Praxis-Website nicht Kür, sondern Grundausstattung.

Was Google sehen soll

Ein paar Dinge sind für Besucher unsichtbar und trotzdem wichtig. Seitentitel und Beschreibung sollten die Leistung und den Ort nennen, in Ihrem Fall also zum Beispiel „Physiotherapie Achern“, und nicht nur den Praxisnamen. Dazu kommen strukturierte Daten, die Google in einer festen Form sagen: Das ist eine Physiotherapie-Praxis, hier ist die Adresse, das sind die Öffnungszeiten, das sind die Leistungen. Das Beispiel enthält sie, und zwar mit der erfundenen Adresse der Musterpraxis.

Das ersetzt kein gepflegtes Google-Unternehmensprofil. Die meisten Anrufe bei einer Praxis kommen über die Karte in der Google-Suche, nicht über die Website. Aber wer vom Profil auf die Seite klickt, um nachzusehen, ob seine Behandlung angeboten wird, sollte dort in Sekunden eine Antwort finden.

Was ich daraus mitnehme

Bei Handwerkern geht es auf der Website oft darum, Arbeit sichtbar zu machen, die der Kunde nie aus der Nähe sieht. Bei einer Physiotherapie-Praxis ist es fast umgekehrt: Der Patient kommt ohnehin, die Frage ist nur, zu wem. Die Website muss nicht überzeugen, dass Physiotherapie hilft. Sie muss zeigen, dass diese Praxis das Rezept annimmt, zur passenden Uhrzeit Zeit hat und von Menschen geführt wird, denen man vertraut.

Wenn Sie eine Praxis in Achern, Bühl, Offenburg oder der Ortenau führen und wissen möchten, wie Ihre Seite in dieser Reihenfolge aussehen würde, melden Sie sich gern bei mir. Das Konzept-Beispiel können Sie sich vorher in Ruhe ansehen.

Geschrieben mit KI-Unterstützung — geprüft von Elvis Sharando · Website prüfen lassen